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Alles vom kleinen bis zum großen

Opened on : Apr 18th, 2009 4 raters 24504 views
 
Ludwich
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Durchwachsen

Sep 24th 2009, 10:45 AM 0 raters


Wirklich, so etwas seltsames. Wenig geschrieben in den letzten Wochen. Es ist halt auch schwierig etwas zu schreiben, dass wirklich neu ist. Der Trott hat sich eingestellt. Da trennt sich der Brillensucher von seiner Freundin. Ein Mann mit emotionalen Tiefen und Höhen und nichts dazwischen. Da fehlt er einen Tag bei der Arbeit und entschuldigt sich beim Teamleiter. So etwas macht halt keinen guten Eindruck, man sollte mit seinen Problemen irgendwie umgehen können. Auch wenn die Leistungsfähigkeit dadurch absinkt, das ist leichter mit den Problemen zu erklären, als gleich den ganzen Tag zu fehlen. Dafür hat er nun eine Drei geschrieben in der Klausur. War halt auch nicht so umfangreich. Dafür ist er wieder in der Höhe und gleich heute auch wieder aufs Maul gefallen.
Feste Plätze nun bei der Arbeit. Kommissionieren und Verpacken. Versenden kommt noch. Mal wieder mehr zu tu
n. Schön auch die Bauarbeiten im Lager und neben an zu sehen. Das freut das Männerherz, große Maschinen bei der Arbeit zu beobachten.
Da fuhr ich letzt
en Montag mit dem Rad von der Arbeit nach Hause und wurde unterwegs durch einen Unfall, der mir geschah, aufgehalten. Mir und meinem Rad passierte nichts, dass Auto hat eine große Beule. Ein hoch auf die Autohersteller, die sich endlich auch mal für Fußgänger und Radfahrer eingesetzt haben. Die Dame schob mich vom Gehweg auf die Straße. Sie hat mich nicht gesehen, obwohl ich direkt vor ihr war. Sie schaute halt in die andere Richtung und ignorierte mich. Bis ich auf der Straße lag. Beide Teil schuldig.
Nun mal heute, da war
es auch wieder durchwachsen. Da fotografiert der Klassenprimus (er hat eine Eins, ich nur eine Zwei) die Hose und das was raus guckt einer Mitumschülerin und triezt sie noch ein bisschen. Sie springt auf und will ihm eine Ohrfeige verpassen, hält sich aber zurück. Da dachte ich wieder, wo bin ich hier. Man muss doch keine Fotos von den Peinlichkeiten anderer machen. Besonders nicht, wenn man der Klassenprimus ist. Sie sollte sich nicht so ärgern lassen, dafür gibt es in der Umschulung Anlaufstellen.


Tags: Umschulung 

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Keine Ahnung Gonzo

Sep 6th 2009, 09:14 AM 0 raters


Ich weiß nun wirklich nicht was ich schreiben soll. Die Monotonie schlägt durch. Langeweile und Stumpfsinn. Womit soll ich nun beginnen? Die Umschulung schlängelt sich so dahin. Es wird Druck gemacht, die Mitumschüler sollen endlich lernen. Natürlich habe ich auch einen Test versaut. Mangelhaft. Es ist ja nur WiSo. Die Krankenversicherung war das Thema. Aber nun gut, ich hab es nachgeholt. Wie wichtig sie sich nehmen, führt oft dazu, dass sie nur einen Blick auf sich selbst haben. Einer tritt die Eingangstür, die selbsttätig schließt, zu und wird vom Umschlungsleiter ermahnt. Ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen. Der Leiter und die sozialpädagogische Betreuung machen das gleiche wie Sisyphos, als er den Felsen, der Mythologie nach, auf einen Hügel hinauf rollt, der Felsen entgleitet und rollt wieder hinab und Sisyphos beginnt von vorn. Die Leitung wie auch die Dozenten ermahnen und ermahnen und mahnen die Gleichen und das Gleiche. Es scheint nichts anzukommen. Ich sprach mit dem ermahnten. Er fand es ungerecht ermahnt worden zu sein, denn bevor er die Tür zu trat hat wohl ein anderer Mitumschüler eine andere Tür beschädigt und wurde nicht ermahnt (wohl, weil kein Dozent oder Aufsicht dabei war, aber das ging ihm nicht auf).
Für einen anderen Mitumschüler bin ich wohl der Teufel in Person. Er erzählte mir, dass ein anderer über mich sagte, ich solle mich nicht so sehr um einige Mitumschüler kümmern, dann würde ich auch endlich Einsen schreiben. Ich sollte es nicht erzählen, dass er es mir erzählt hat. Dennoch dachte ich, ich mach es doch. Ich sprach den darauf an und sagte, er habe es gesagt. Daraufhin war alles geregelt. Zwischen dem Einen und mir. Jedoch war der, der es mir erzählte, sehr sauer. Im Unterrichtsraum stand ihm die maßlose Enttäuschung mitten ins Gesicht geschrieben und er machte keinen Hehl daraus. Aber wie: "Ich bin sehr enttäuscht von dir, damit habe ich nicht gerechnet und ich werde dir nie wieder etwas sagen." Willkommen in der Kindergartengruppe "Schlag mich mit dem Förmchen, hau ich dich mit dem Schäufelchen", dachte ich mir. Ich entschuldigte mich und die Sache, so glaubte ich, war gegessen. Doch wirklich sprach er die ganze Zeit nicht mit mir, sondern ignorierte mich. Übrigens haben wir uns selten wirklich unterhalten. Aber was soll es.
Wir hatten in den letzten Tagen sehr häufig bei einem anderen Dozenten, der mit uns WiSo und speziell den Kaufvertrag und das dazugehörige Recht des BGB und HGB durch genommen hat. Einige Mitumschüler quatschten die ganze Zeit, ein anderer spielte mit seinem Laptop herum und schaute sich Filme an, eine andere lag in ihrem Stuhl und hatte die Füße auf dem Tisch. Irgendwann meinte der Dozent, warum machen wir das, wäre es nicht sinnvoller nur denen zu helfen, die Hilfe wollen. Den Rest könne man einfach links liegen lassen. Dazu sollte man noch sagen, dass wir mit ungefähr 12 von 22 Umschülern begannen und irgendwann waren wir nur noch 10 von 22. Einer hatte am Tag zu vor wohl gekifft, der andere hatte keine Lust mehr.
Ich überlege mir nun, ob ich weiter mache. Auf der einen Seite habe ich das Gefühl ich gehe dabei unter. Wäge ich die Vor- und Nachteile ab, so muss ich realistisch zu dem Schluss kommen, dass es besser ist auf zuhören. Doch die Konsequenzen eines Abbruchs, auch wenn ich die Betreuung und die Arbeitsagentur dafür gewönne, hätte ich noch einen riesigen Fleck in meinem Lebenslauf. Also lasse ich mir graue Haare wachsen und mache weiter. Schließlich kann man sich die grauen Haare, wenn meine Eitelkeit zu nimmt, färben. Zumindest werden sie mir nicht ausfallen. In der Familie haben sie noch alle ihr Haar, egal wie alt.



Tags: Umschulung 

My Mood: Bored Bored

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Ohne Verstand

Aug 23rd 2009, 07:56 AM 0 raters


Hat sich in den letzten Jahren etwas geändert? Haben sich die Versprechen der Christdemokraten erfüllt, insbesondere für sozial Schwache? Eigentlich nicht. Es war auch abzusehen. Es gibt keine alternative zum "Hartz IV". Dennoch wurde versprochen die Härten herauszunehmen. Teilweise wurde es auch härter.
Änderte sich etwas für Familien. Eine Menge. Es gibt ein bisschen mehr Geld, es wird besser versorgt und vorgesorgt. Die Möglichkeiten für Mütter auch beruflich Karriere zu machen ist da. Jedoch in erster Linie nur, um die Alterspyramide (Birne) umzukehren und die Renten sicherer zu machen. Was geschah? Nicht viel. Die Annahme ist: Wir schaffen die gesetzlichen Rahmenbedingungen und die Gesellschaft als ganzes agiert darin. Schert jedoch ein Teil der Gesellschaft aus mit der Begründung: zu aufwändig, zu teuer! Dann sind in der Regel alle Rahmenbedingungen nutzlos. Aber das ist eben Politik.
Ein Knüller der letzten Woche: Da stellt sich die Landwirtschaftsministerin, die auch zuständig ist für Verbraucherschutz, hin und sagt, man habe sich geeinigt, es gebe nun ein Siegel, dass den Verbraucher darüber informiert, ob ein Nahrungsmittel genetisch verändert wurde oder nicht. Das Siegel für nicht genetisch veränderte Nahrungsmittel wird von einem Verein herausgegeben.
Äh, Öh, Na dann! Der Verein ist noch nicht gegründet. Realität ist, dass er auch nicht gegründet wird oder nur in einer schlappen Variante, weil die potentiellen Vereinsmitglieder die sind, die genetisch veränderte Rohstoffe in ihren Produkten einsetzen.
Mal noch eine Kleinigkeit aus der Provinz: Es wird wieder kommunal gewählt. Die Posten des Landrats, Bürgermeister und Stadträte stehen wieder zur Disposition. Die Wege sind wieder voller Plakate. Diesmal sind sie ehrlich. Der Kandidat für das Amt des Landrats der CDU im Kreis hört zu, redet viel und verhandelt. Der Kandidat der SPD agiert.
Ich lass mal die Stadt weg, da ist nämlich der Bürgermeisterkandidat der SPD derjenige welcher machtbewusst mit den Vereinen Bürgermeister werden will.



Tags: Das eigentliche Leben 

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Doch wieder etwas gefragt

Aug 17th 2009, 05:27 PM 0 raters


Na dann will ich mal antworten. Auf der Arbeit läuft es eigentlich besser als im Unterricht. Es scheinen manchmal Welten zwischen den Auszubildenden des Betriebs und den jungen Umschülern zu liegen. Sie sind ungefähr gleich alt, haben aber vollkommen andere Vorstellungen. Die einen sind in der Gesellschaft integriert, die anderen rennen noch ihren Träumen hinterher. Die einen haben eine klare nicht utopische Zielvorstellung und die anderen möchten immer noch bei Deutschland sucht den Superstar mit machen.
Also bin ich lieber im Praktikumsbetrieb. Das zutrauen ist dort auch besser, man kann teilweise leichter mit ihnen reden und hat mehr gelernt und vor allen Dingen schneller. So läuft es auf der Arbeit. Leider scheint nicht viel zu tun zu sein. Viele Großaufträge und wenige kleine Bestellungen.


(Das ist mein Eindruck der Umschulung)



Tags: Arbeit 

My Mood: Amused Amused

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Was ist so schwierig daran

Aug 15th 2009, 10:04 AM 0 raters


Gestern hatten wir Unterricht bei einer Vertretung. Berufsgenossenschaften war das Thema. Hoch interessant und wichtig für WiSo. Es fing morgens mit ungefähr 15 Personen an und lichtete sich bis nach der Mittagspause auf 11 Personen von eigentlich 22. Dann gab es noch eine Hausaufgabe auf. Zu dieser Hausaufgabe gehörte auch die BGV A1. Also ging ich los, druckte die UVV aus und kopierte sie für die Verbliebenen. Ich sortierte sie nicht automatisch, sondern dachte, es funktioniere auch das seitenweise weitergeben. Denkste! Bei den ersten beide lief es gut weiter, jedoch bei dem dritten schon nicht mehr und nachdem die Papiere bei Nummer Fünf ankam war es endgültig aus und vorbei. Sie dachte sich, die Papiere zu sortieren. Das funktionierte gar nicht. Es lief einfach nicht so, wie sie es wollte. Und man konnte noch oft sagen, reich die Papiere weiter. Nein, sie ließ sich nicht davon abbringen. Alles fand kurz vor dem Ende statt. Heißt, die Kleinen standen auf und wollten ganz schnell nach Hause. Ein riesiges Tohuwabohu brach aus. Es wurde gerempelt und gerissen. Ich kam mir vor, wie in einem Kindergarten. Dann fragte ich Nummer Fünf, warum sie denn dort sortiere und nicht die Zettel einfach weiter gibt. Antwort: Es ist besser!



(Ungefähr so sieht das Verhalten der Mitumschüler aus. Nur das der Dozent nicht so traurig und es eigentlich auch kein offener Unterricht ist)



Tags: Umschulung 

My Mood: Angry Angry

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