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Sep 24th 2009, 10:45 AM
0 raters
Wirklich, so etwas seltsames. Wenig
geschrieben in den letzten Wochen. Es ist halt auch schwierig etwas zu
schreiben, dass wirklich neu ist. Der Trott hat sich eingestellt. Da
trennt sich der Brillensucher von seiner Freundin. Ein Mann mit
emotionalen Tiefen und Höhen und nichts dazwischen. Da fehlt er
einen Tag bei der Arbeit und entschuldigt sich beim Teamleiter. So
etwas macht halt keinen guten Eindruck, man sollte mit seinen Problemen
irgendwie umgehen können. Auch wenn die Leistungsfähigkeit dadurch
absinkt, das ist leichter mit den Problemen zu erklären, als gleich den
ganzen Tag zu fehlen. Dafür hat er nun eine Drei geschrieben in der
Klausur. War halt auch nicht so umfangreich. Dafür ist er wieder in der
Höhe und gleich heute auch wieder aufs Maul gefallen.
Feste Plätze nun bei der Arbeit. Kommissionieren und Verpacken. Versenden kommt noch. Mal wieder mehr zu tun. Schön auch die Bauarbeiten im Lager und neben an zu sehen. Das freut das Männerherz, große Maschinen bei der Arbeit zu beobachten.
Da fuhr ich letzt
en Montag mit dem Rad von der Arbeit nach Hause und wurde unterwegs durch einen Unfall, der mir geschah, aufgehalten. Mir und meinem Rad passierte nichts, dass Auto hat eine große Beule. Ein hoch
auf die Autohersteller, die sich endlich auch mal für Fußgänger und
Radfahrer eingesetzt haben. Die Dame schob mich vom Gehweg auf die
Straße. Sie hat mich nicht gesehen, obwohl ich direkt vor ihr war. Sie schaute halt in die andere Richtung und ignorierte mich. Bis ich auf der Straße lag. Beide Teil schuldig.
Nun mal heute, da war
es auch wieder durchwachsen. Da fotografiert der Klassenprimus (er hat
eine Eins, ich nur eine Zwei) die Hose und das was raus guckt einer
Mitumschülerin und triezt sie noch ein bisschen. Sie springt auf und
will ihm eine Ohrfeige verpassen, hält sich aber zurück. Da dachte ich
wieder, wo bin ich hier. Man muss doch keine Fotos von den
Peinlichkeiten anderer machen. Besonders nicht, wenn man der Klassenprimus ist. Sie sollte sich nicht so ärgern lassen, dafür gibt es in der Umschulung Anlaufstellen.
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Umschulung
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Sep 6th 2009, 09:14 AM
0 raters
Ich weiß nun wirklich nicht was ich
schreiben soll. Die Monotonie schlägt durch. Langeweile und Stumpfsinn.
Womit soll ich nun beginnen? Die Umschulung schlängelt sich so dahin.
Es wird Druck gemacht, die Mitumschüler sollen endlich lernen.
Natürlich habe ich auch einen Test versaut. Mangelhaft. Es ist ja nur
WiSo. Die Krankenversicherung war das Thema. Aber nun gut, ich hab es
nachgeholt. Wie wichtig sie sich nehmen, führt oft dazu, dass sie nur
einen Blick auf sich selbst haben. Einer tritt die Eingangstür, die
selbsttätig schließt, zu und wird vom Umschlungsleiter ermahnt. Ich
konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen. Der Leiter und die
sozialpädagogische Betreuung machen das gleiche wie Sisyphos, als er
den Felsen, der Mythologie nach, auf einen Hügel hinauf rollt, der
Felsen entgleitet und rollt wieder hinab und Sisyphos beginnt von vorn.
Die Leitung wie auch die Dozenten ermahnen und ermahnen und mahnen die
Gleichen und das Gleiche. Es scheint nichts anzukommen. Ich sprach mit
dem ermahnten. Er fand es ungerecht ermahnt worden zu sein, denn bevor
er die Tür zu trat hat wohl ein anderer Mitumschüler eine andere Tür
beschädigt und wurde nicht ermahnt (wohl, weil kein Dozent oder
Aufsicht dabei war, aber das ging ihm nicht auf).
Für einen
anderen Mitumschüler bin ich wohl der Teufel in Person. Er erzählte
mir, dass ein anderer über mich sagte, ich solle mich nicht so sehr um
einige Mitumschüler kümmern, dann würde ich auch endlich Einsen
schreiben. Ich sollte es nicht erzählen, dass er es mir erzählt hat.
Dennoch dachte ich, ich mach es doch. Ich sprach den darauf an und
sagte, er habe es gesagt. Daraufhin war alles geregelt. Zwischen dem
Einen und mir. Jedoch war der, der es mir erzählte, sehr sauer. Im
Unterrichtsraum stand ihm die maßlose Enttäuschung mitten ins Gesicht
geschrieben und er machte keinen Hehl daraus. Aber wie: "Ich bin sehr
enttäuscht von dir, damit habe ich nicht gerechnet und ich werde dir
nie wieder etwas sagen." Willkommen in der Kindergartengruppe "Schlag
mich mit dem Förmchen, hau ich dich mit dem Schäufelchen", dachte ich
mir. Ich entschuldigte mich und die Sache, so glaubte ich, war
gegessen. Doch wirklich sprach er die ganze Zeit nicht mit mir, sondern
ignorierte mich. Übrigens haben wir uns selten wirklich unterhalten.
Aber was soll es.
Wir hatten in den letzten Tagen sehr häufig bei
einem anderen Dozenten, der mit uns WiSo und speziell den Kaufvertrag
und das dazugehörige Recht des BGB und HGB durch genommen hat. Einige
Mitumschüler quatschten die ganze Zeit, ein anderer spielte mit seinem
Laptop herum und schaute sich Filme an, eine andere lag in ihrem Stuhl
und hatte die Füße auf dem Tisch. Irgendwann meinte der Dozent, warum
machen wir das, wäre es nicht sinnvoller nur denen zu helfen, die Hilfe
wollen. Den Rest könne man einfach links liegen lassen. Dazu sollte man
noch sagen, dass wir mit ungefähr 12 von 22 Umschülern begannen und
irgendwann waren wir nur noch 10 von 22. Einer hatte am Tag zu vor wohl
gekifft, der andere hatte keine Lust mehr.
Ich überlege mir nun, ob
ich weiter mache. Auf der einen Seite habe ich das Gefühl ich gehe
dabei unter. Wäge ich die Vor- und Nachteile ab, so muss ich
realistisch zu dem Schluss kommen, dass es besser ist auf zuhören. Doch
die Konsequenzen eines Abbruchs, auch wenn ich die Betreuung und die
Arbeitsagentur dafür gewönne, hätte ich noch einen riesigen Fleck in
meinem Lebenslauf. Also lasse ich mir graue Haare wachsen und mache
weiter. Schließlich kann man sich die grauen Haare, wenn meine
Eitelkeit zu nimmt, färben. Zumindest werden sie mir nicht ausfallen.
In der Familie haben sie noch alle ihr Haar, egal wie alt.
Tags:
Umschulung
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Aug 23rd 2009, 07:56 AM
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Hat sich in den letzten Jahren etwas
geändert? Haben sich die Versprechen der Christdemokraten erfüllt,
insbesondere für sozial Schwache? Eigentlich nicht. Es war auch
abzusehen. Es gibt keine alternative zum "Hartz IV". Dennoch wurde
versprochen die Härten herauszunehmen. Teilweise wurde es auch härter.
Änderte
sich etwas für Familien. Eine Menge. Es gibt ein bisschen mehr Geld, es
wird besser versorgt und vorgesorgt. Die Möglichkeiten für Mütter auch
beruflich Karriere zu machen ist da. Jedoch in erster Linie nur, um die
Alterspyramide (Birne) umzukehren und die Renten sicherer zu machen.
Was geschah? Nicht viel. Die Annahme ist: Wir schaffen die gesetzlichen
Rahmenbedingungen und die Gesellschaft als ganzes agiert darin. Schert
jedoch ein Teil der Gesellschaft aus mit der Begründung: zu aufwändig,
zu teuer! Dann sind in der Regel alle Rahmenbedingungen nutzlos. Aber
das ist eben Politik.
Ein Knüller der letzten Woche: Da stellt sich
die Landwirtschaftsministerin, die auch zuständig ist für
Verbraucherschutz, hin und sagt, man habe sich geeinigt, es gebe nun
ein Siegel, dass den Verbraucher darüber informiert, ob ein
Nahrungsmittel genetisch verändert wurde oder nicht. Das Siegel für
nicht genetisch veränderte Nahrungsmittel wird von einem Verein
herausgegeben.
Äh, Öh, Na dann! Der Verein ist noch nicht gegründet.
Realität ist, dass er auch nicht gegründet wird oder nur in einer
schlappen Variante, weil die potentiellen Vereinsmitglieder die sind,
die genetisch veränderte Rohstoffe in ihren Produkten einsetzen.
Mal
noch eine Kleinigkeit aus der Provinz: Es wird wieder kommunal gewählt.
Die Posten des Landrats, Bürgermeister und Stadträte stehen wieder zur
Disposition. Die Wege sind wieder voller Plakate. Diesmal sind sie
ehrlich. Der Kandidat für das Amt des Landrats der CDU im Kreis hört
zu, redet viel und verhandelt. Der Kandidat der SPD agiert.
Ich lass
mal die Stadt weg, da ist nämlich der Bürgermeisterkandidat der SPD
derjenige welcher machtbewusst mit den Vereinen Bürgermeister werden
will.
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Das eigentliche Leben
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Aug 15th 2009, 10:04 AM
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Gestern hatten wir Unterricht bei einer
Vertretung. Berufsgenossenschaften war das Thema. Hoch interessant und
wichtig für WiSo. Es fing morgens mit ungefähr 15 Personen an und
lichtete sich bis nach der Mittagspause auf 11 Personen von eigentlich
22. Dann gab es noch eine Hausaufgabe auf. Zu dieser Hausaufgabe
gehörte auch die BGV A1. Also ging ich los, druckte die UVV aus und
kopierte sie für die Verbliebenen. Ich sortierte sie nicht automatisch,
sondern dachte, es funktioniere auch das seitenweise weitergeben.
Denkste! Bei den ersten beide lief es gut weiter, jedoch bei dem dritten
schon nicht mehr und nachdem die Papiere bei Nummer Fünf ankam war es
endgültig aus und vorbei. Sie dachte sich, die Papiere zu sortieren.
Das funktionierte gar nicht. Es lief einfach nicht so, wie sie es
wollte. Und man konnte noch oft sagen, reich die Papiere weiter. Nein,
sie ließ sich nicht davon abbringen. Alles fand kurz vor dem Ende statt.
Heißt, die Kleinen standen auf und wollten ganz schnell nach Hause. Ein
riesiges Tohuwabohu brach aus. Es wurde gerempelt und gerissen. Ich kam
mir vor, wie in einem Kindergarten. Dann fragte ich Nummer Fünf, warum
sie denn dort sortiere und nicht die Zettel einfach weiter gibt.
Antwort: Es ist besser!

(Ungefähr
so sieht das Verhalten der Mitumschüler aus. Nur das der Dozent nicht
so traurig und es eigentlich auch kein offener Unterricht ist)
Tags:
Umschulung
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